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Vitamin D-Mangel geht uns alle an

Vitamin D-Mangel Symptome

Ab wann redet man von einem Defizit und wie definiert sich der ideale Spiegel?

Von einem Vitamin D-Mangel sprechen die meisten Experten bei Blutwerten unter 30 -40 ng/ml.  Eine Studie aus dem Jahr 2012 hat endlich Gewissheit gebracht, wie der gesunde, natürliche Wert im menschlichen Blut aussieht. Niederländische Forscher haben die Blutwerte von Menschen untersucht, die in der Nähe des Äquators leben und sich nahezu unbekleidet sehr viel unter freiem Himmel aufhalten. Diese Menschen haben einen Vitamin D-Spiegel von durchschnittlich 45 ng/ml, was ziemlich genau dem entspricht, was Experten seit längerem empfehlen. Die Sollwerte liegen zwischen 40 und 60 ng/ml.

Wie lässt sich der Vitamin D-Wert testen?

Mit einem Bluttest kann der Wert zuverlässig festgestellt werden. Dazu nehmen ein Arzt oder ein Heilpraktiker sogenanntes Vollblut aus der Vene ab. Anschließend wird die Probe zu einem medizinischen Labor geschickt und dort wird der Vitamin D-Blutwert bestimmt.

Gibt es eine besonders betroffene Menschengruppe?

Das Risiko einer Unterversorgung besteht im Grunde bei allen Menschen, die nördlich des 46. Breitengrades (Norditalien) leben. Genauso trifft das Risiko alle Menschen, die sich häufig in geschlossenen Räumen wie Büros oder Autos aufhalten. In Deutschland sind im Winter Durchschnittswerte von unter 10-20 ng/ml weit verbreitet. Deshalb gehen Experten davon aus, dass in Deutschland ca. 80% der Bevölkerung einen Vitamin D-Mangel haben, sowohl im Sommer als auch im Winter.

Welche Ursachen gibt es für einen Vitamin D-Mangel?

Die meisten Faktoren, die dieses Defizit begünstigen, hängen mit unserem modernen, westlichen Lebensstil zusammen. Wir sind uns dessen oft nicht bewusst und sehen diese Lebensumstände nicht als Risiko an. Die Evolution hat die Umwandlung und Nutzung der UV-B-Strahlung aus dem Sonnenlicht in unsere DNA eingebaut, wie Dr. Michael Colgan in seinem Beitrag „Die Sonne wird Sie heilen“ erklärt. Von unserer DNA her sind wir immer noch Jäger und Sammler, die unbekleidet im Freien auf Nahrungssuche sind. Daraus ergeben sich die folgenden Faktoren beinahe logisch:

Bekleidung, Sonnenschutzgebrauch ab Faktor 8 aufwärts, lange Arbeitszeiten oder Aufenthalte in Gebäuden z. B. von Büroangestellten oder Bewohner in Altenheimen, Alkoholmissbrauch oder bestimmte Medikamente.

Welche Symptome wirft dieser Mangel auf?

Die ersten Symptome können schon Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nervosität und Konzentrationsstörungen sein. Dr. med. Anna Dorothea Höck hat in ihrem Beitrag “Bedeutung von Vitamin D3 und Calcium für die menschliche Gesundheit” die drei Stadien von Vitamin D-Mangel-Symptomen aufgezeigt.

Eine extreme Form bei Kindern ist die Vitamin D-abhängige Rachitis. Dabei ist die Mineralisation des wachsenden Knochens gestört. Das der Rachitis entsprechende Krankheitsbild im Erwachsenenalter ist die Osteomalzie.

Wie beuge ich vor?

Die natürlichste Art, einen Mangel zu beheben, ist auch die effektivste. Nämlich die Haut den Sonnenstrahlen auszusetzen.
An einem Sommertag im Juli oder August in Mitteleuropa produziert die menschliche Haut während eines mittäglichen Sonnenbades von 10 Minuten etwa 10.000 IE. Das so produzierte Vitamin D3 bleibt doppelt so lange im Körper wie das durch Nahrung aufgenommene, schreibt der Wissenschaftler Dr. Michael F. Holick in seinem Buch The Vitamin D Solution.

Ein Vitamin D-Mangel kann durch die Einnahme eines entsprechend hochdosierten Vitamin D-Präparates beseitigt werden. Dabei ist auf den Laborwert des Vitamins und den allgemeinen Gesundheitszustand Rücksicht zu nehmen. Die physiologische Form der D-Vitamine beim Menschen ist das Vitamin D3.
Eine Auswahl hochdosierter, rezeptfreier Nahrungsergänzungsmittel finden Sie in der Rubrik Präparate.