Varianten der Vitamin D-Therapie

Welches ist die beste Vitamin D-Therapie?
Die beste Vitamin D-Therapie ist die Sonne selbst. Nur die Sonne sorgt dafür, dass der Körper ausreichend Vitamin D bildet. Außerdem hält das in der Haut produzierte Vitamin D mindestens doppelt so lange im Blut vor wie das Vitamin D aus der Nahrung. Bei der Sonnentherapie muss man nicht auf die Dosis achten und die Therapie ist völlig kostenlos.
Diese Tatsache erläutert der Wissenschaftler Dr. Michael F. Holick in seinem Buch The Vitamin D-Solution. Und er ergänzt: „Wenn Sie sich dem Sonnenlicht aussetzen, machen Sie nicht nur Vitamin D, sondern noch mindestens 5 bis 10 weitere Photoprodukte, die Sie nie über die Nahrung oder über eine Nahrungsergänzung erhalten würden. Daraus ergibt sich offensichtlich die Frage, warum macht Mutter Natur alle diese Vitamin-D-Photoprodukte, wenn sie nicht eine biologische Wirkung haben?“
Seine eigene Vitamin D-Therapie sieht so aus: „Ich persönlich nehme jeden Tag 2.700 IE Vitamin D ein, 400 davon in meinem Multivitamin, 2.000 mit einem Monopräparat und weitere 300 aus drei Gläsern Milch. Im Frühjahr, Sommer und Herbst setze ich mich der Sonne aus, erst ohne Sonnenschutz und nach einer Zeit trage ich Sonnenschutz auf.“ Über die Dosierung macht er sich keine Sorgen, denn „Wir wissen aus einer eigenen Studie, in Zusammenarbeit mit Dr. Robert Heaney, dass man bis zu 10.000 IE Vitamin D pro Tag über mindestens fünf Monate lang einnehmen kann ohne Toxizität.“
Man muss zu seinen Vitamin D-Sonnenbädern allerdings anmerken, dass er in Boston, an der amerikanischen Ostküste lebt. Das liegt etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Rom in Italien.
Ablauf der Vitamin D-Therapie
Der Einstieg in eine Vitamin D-Therapie sollte immer mit einer Bestimmung des Vitamin D-Blutwerts beginnen. Abhängig von dem Ergebnis dieser Vitamin D-Blutanalyse kann eine Vitamin D-Therapie nicht nur das Ziel haben, einen Vitamin D-Mangel zu beheben, sondern das Ziel einer Vitamin D-Therapie kann auch ein optimaler Vitamin D-Blutwert sein.
Technisch gesehen kommen für eine Vitamin D-Therapie sowohl Sonnenbäder, Vitamin D-Injektionen, Vitamin D-Tabletten, Vitamin D-Tropfen als auch Vitamin D-Kapseln in Betracht.
- Sonnenbäder als Vitamin D-Therapie scheiden in unseren Breiten meistens schon deswegen aus, weil es draußen zu kalt ist. Im überwiegenden Teil des Jahres können wir uns in Mitteleuropa nicht unbekleidet oder teilweise bekleidet der Sonne aussetzen – wenn sie überhaupt scheint.
- Injektionen mit Vitamin D in extrem hohen Dosierungen von z. B. 50.000 IE in wöchentlichen Abständen erfordern immer den Besuch eines Arztes oder Heilpraktikers in seiner Praxis und sind daher zeitaufwendig.
- Vitamin D-Tabletten, Vitamin D-Tropfen und Vitamin D-Kapseln: Aus praktischen Gründen kommen für eine ordentliche Vitamin D-Therapie daher meistens nur Vitamin D-Tabletten, Vitamin D-Tropfen und Vitamin D-Kapseln in Betracht. Diese Vitamin D-Darreichungsformen können überall eingenommen werden und sie sind von der Dosierung her einfach und präzise zu variieren. Deshalb ist diese Vitamin D-Therapie gut kontrollierbar und sie kommt einer natürlichen, täglichen Vitamin D-Aufnahme am nächsten.
Vitamin D-Tropfen und Vitamin D-Kapseln werden den Vitamin D-Tabletten meistens vorgezogen. Der Grund ist, dass Vitamin D-Tabletten neben dem Vitamin D-Wirkstoff noch viele andere Fremdstoffe enthalten, die die Vitamin D-Therapie stören können. Allergiker kommen teilweise mit den Vitamin D-Tabletten nicht zurecht, sie nehmen besser die reineren Tropfen oder Kapseln.





