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Vitamin D und Depression

Vitamin D-Depression, SAD (Seasonal Affected Disorder)

Vitamin D-Mangel kann auch zu psychischen Problemen führen

Der Zusammenhang zwischen einem Mangel an Vitamin D und Depressionen sowie anderen psychischen Problemen ist mittlerweile für viele Mediziner eindeutig. Etlichen Ärzten ist aufgefallen, dass gerade in sonnenarmen Gegenden oder bei Menschen, die sehr wenig Sonnenlicht abbekommen, Depressionen häufiger vorkommen.

Vor allem im Winter treten verstärkt seelische Störungen auf. Das medizinische Phänomen hat auch einen Namen: die Saisonale Gemütsstörung (SAD). Die saisonbedingte Depression steht in engem Zusammenhang mit der verminderten Sonnenbestrahlung in den Wintermonaten. Der Mangel des Sonnenvitamins in der dunklen Jahreszeit hat also nicht nur Auswirkungen auf Organe und Knochen, sondern auch auf den seelischen Zustand der Menschen.

Winterdepression mit Vitamin D verhindern

Die Winterdepression ist mittlerweile eine anerkannte Krankheit. Die korrekte medizinische Bezeichnung lautet: Saisonal-affektive Störung (SAD, Seasonal Affective Disorder). Die Symptome der Winterdepression wie

  • Niedergeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Heißhunger auf Kohlenhydrate

kommen vielen von uns bekannt vor. Gerade in Ländern mit langen, lichtarmen Wintern leiden viele Menschen unter SAD, bis hin zu erhöhten Selbstmordraten.

Lichttherapie gegen den Winterblues

Niemand muss den Winter hindurch leiden und schlechte Laune haben. Mittlerweile gibt es zwei Wege, der Winterdepression zu entgehen. Zum einen kann die Lichttherapie in Form einer Lichtdusche für die vermehrte Bildung des Sonnenvitamins genutzt werden. Zum anderen lässt die Einnahme von hoch dosiertem Vitamin D die Winterdepression schnell verschwinden. Vor allem die Kombination aus Lichttherapie und der Einnahme von Präparaten sorgt bei den Betroffenen auch in der dunklen Jahreszeit für ausgeglichene Stimmung und Wohlbefinden.

Dr. med. Holick zum Zusammenhang zwischen Vitamin D-Mangel und Depressionen

Dr . Michael F. Holick erklärt in seinem Buch The Vitamin D-Solution die Verbindung zwischen Vitamin D und Depressionen so: „Obwohl mehrere Faktoren bei der Entstehung und Progression von leichter und schwerer Depression eine Rolle spielen, ist gezeigt worden, dass auch ein Vitamin D-Mangel zu Depressionen und chronischer Müdigkeit beiträgt.

Das liegt daran, das aktiviertes Vitamin D hilft, in den Nebennieren ein Enzym namens Tyrosin-Hydroxylase zu regulieren, das notwendig für die Produktion von Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin ist, Hormonen, die maßgeblich für Stimmung, Stress-Management und Energie sind. Ohne genügend Vitamin D, um die Nebennieren in Schach zu halten, schütten diese ununterbrochen diese starken Hormone aus, was dann zu andauernden Erschöpfungszuständen und chronischer Müdigkeit führt. Und es gibt keinen Zweifel daran, dass ein Zustand chronischer Erschöpfung die Depression fortschreiben kann.“

Und er folgert: „Eines ist sicher: Menschen, die an dauerhaften, unspezifischen Schmerzen leiden und gleichzeitig mit den ersten Anzeichen von Depression diagnostiziert werden und daneben andere Symptome wie Müdigkeit und Schlaflosigkeit zeigen, tun gut daran, ihren Vitamin D-Spiegel zu überprüfen oder einfach Vitamin D einzunehmen, wie ich das in Kapitel 10 in meinem Buch empfehle.“

Geringe Sonneneinstrahlung kann zu Depressionen führen

Dr. John Cannell führt auf seiner Website www.vitamindcouncil.org zu dem Thema Vitamin D und Depression über den Zusammenhang mit der reduzierten Sonneneinstrahlung aus: „Für die These, dass ein Vitamin D-Mangel Depressionen verursachen kann, spricht, dass die Inzidenz der Depression im letzten Jahrhundert sich erhöht hat. Über diesen Zeitraum haben sich die Menschen immer weniger der Sonnenstrahlung ausgesetzt.

Dafür sind verantwortlich:

  • Urbanisierung (Hochhäuser und Umweltverschmutzung verringern die UVB-Strahlung)
  • Industrialisierung (das Arbeiten in Gebäuden reduziert die UVB-Exposition)
  • Autos (Glas blockiert UVB vollständig)
  • Kleidung (auch leichte Kleidung blockiert UVB)
  • Sonnencreme und der fehlerhafte medizinische Ratschlag, niemals die Haut ungeschützt dem Sonnenlicht auszusetzen

All diese Faktoren tragen zur Verringerung des zirkulierenden 25 (OH) D-Spiegels bei.“