Vitamin D in der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr
Wieviel Vitamin D braucht eine Schwangere?
Viele Frauen leiden unter einem Mangel an Vitamin D. Schwangerschaft und Stillzeit stellen da keine Ausnahme dar. Gerade in dieser Zeit ist aber ausreichendes Vitamin D sehr wichtig.
Vitamin D verhindert Schwangerschafts-Komplikationen: Mit der Einnahme von Vitamin D3 in der Schwangerschaft können Komplikationen wirkungsvoll verhindert werden. Kanadische Forscher empfehlen seit 2010 schwangeren Frauen die Einnahme von 4000 Internationalen Einheiten (I.E.) des Sonnenvitamins Vitamin D pro Tag. Die Einnahme von Vitamin D als Nahrungsergänzung ist nicht nur risikofrei für Mutter und Kind, sondern sie vermindert die Rate von Frühgeburten und Infektionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zu Vitamin D-Schwangerschaft aus Kanada, die 2010 präsentiert wurde.
An der Studie haben sich fast 500 Frauen beteiligt. Sie nahmen ab dem 4. Schwangerschaftsmonat entweder 400, 2000 oder 4000 I.E. Vitamin D3 täglich ein. Die deutlichsten Effekte zeigten sich bei der höchsten Dosierung von 4000 i.E. Vitamin D pro Tag. Geprüft wurde das Auftreten von Komplikationen in der Schwangerschaft wie z. B. Schwangerschafts-Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Infektionen, vorzeitige Wehen und Frühgeburten.
Eindeutiges Ergebnis der Studie: Frauen mit gutem Vitamin-D-Spiegel haben deutlich niedrigere Raten an vorzeitigen Wehen, Frühgeburten und Infektionen. Die besten Ergebnisse waren bei den Frauen zu finden, die 4000 I.E. Vitamin D3 pro Tag eingenommen hatten.
Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch können für ihre Gesundheit und die ihres Kindes also viel Gutes tun und ihren Vitamin-D-Haushalt optimieren. Ein hoher Vitamin-D-Spiegel der Mutter senkt die Häufigkeit von Diabetes Typ 1 bei ihren Kindern um 80 Prozent. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie in Finnland, einem recht sonnenarmen Land. Die konsequente Vitamin-D-Supplementierung erspart Mutter und Kind viele Probleme – und den Krankenkassen enorme Krankheitskosten.
Mit einem einfachen Vitamin D-Bluttest kann jede Schwangere ihren Vitamin D-Status bestimmen lassen und in der Folge entsprechende Vitamin D-Präparate einnehmen.
Wie viel Vitamin D braucht ein Baby?
Schon vom ersten Lebenstag an braucht der Mensch Vitamin D. Babys und Kleinkinder sind aber leider auch vom Vitamin D-Mangel betroffen.
Der Vitamin D-Status eines Babys wird schon im Mutterleib beeinflusst. Abgesehen von der oben erwähnten Studie empfiehlt Dr. Michael F. Holick in seinem Buch The Vitamin D-Solution die folgenden Mengen Vitamin D als Nahrungsergänzung für Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre:
- Für schwangere Frauen: 1.400-2.000 IE pro Tag (sichere Obergrenze 10.000 IE)
- Für stillende Mütter (die ihrem Baby über die Muttermilch genug Vitamin D geben wollen): 4.000-6.000 IE pro Tag (sichere Obergrenze 10.000 IE)
- Baby von 0-1 Jahr: 400-1.000 IE pro Tag (sichere Obergrenze 2.000 IE)
- Kinder von 1-12 Jahren: 1.000-2.000 IE pro Tag (sichere Obergrenze 5.000 IE)
Dr. John Cannell geht auf seiner Website www.vitamindcouncil.org etwas ausführlicher auf das Thema „Wie viel Vitamin D braucht ein Baby?“ ein. Er kommt zu dem Schluss, dass es bei Babys und Kindern zu vielen Krankheiten aufgrund des Vitamin D-Mangels kommt. Auch Krankheiten im späteren Leben können auf den Vitamin D-Mangel im Mutterleib und als Baby zurückgeführt werden.
Seine Aussagen zum Zusammenhang Vitamin D-Baby im Originaltext:
„Wie viel Vitamin D man in seinem Körpergewebe aktiviert, steht wahrscheinlich unter der Kontrolle sowohl genetischer als auch von Umweltfaktoren. Der Vitamin D-Status variiert zwischen einzelnen Kindern, was erklärt, warum das eine Kind krank wird und das andere nicht. Die Menge von aktiviertem Vitamin D variiert ziemlich sicher auch zwischen den einzelnen Organen, was wiederum erklärt, warum ein Kind mit einem Vitamin D-Mangel Asthma, ein anderes häufig Infektionen, Herzerkrankungen, Rachitis, Diabetes oder Karies bekommt.
Wenn der Vitamin D-Mangel schon in der Gebärmutter vorhanden ist, unterscheiden sich auch die Folgen im späteren Leben, von Autismus über Typ 1- Diabetes bis zu Krebs.
Das alles ist ein weiteres Argument für die Notwendigkeit, den 25 (OH) D3-Blutspiegel zu messen und Vitamin D als Nahrungsergänzung zuzuführen. Akzeptieren Sie keinen Blutwert von 40 ng/ml als ausreichend, er ist es nicht. In der Regel müssen gestillte Säuglinge 1.000 IE pro Tag, mit der Flasche ernährte Säuglinge zusätzliche 600 IU pro Tag erhalten. Kinder brauchen im Allgemeinen etwa 1.000 IE pro 12 Kilo Körpergewicht, ein 36 kg schwerer 9-Jähriger demnach rund 3.000 IE pro Tag. Diese Werte gelten, wenn das Kind nur unwesentlich der Sonnenstrahlung ausgesetzt ist.
Diese Werte gelten also nicht für den Sommer, wenn die Kinder ohne Sonnenschutzcreme die Zeit im Freien verbringen. Dabei ist wiederum zu berücksichtigen, daß es enorme individuelle Unterschiede gibt, wie viel Vitamin D vom einzelnen Menschen gebildet wird.“
Studien zu Vitamin D-Schwangerschaft:
Quelle: www.grassrootshealth.net/press/92-press-20100430 (Meldung vom 30. April 2010)
Eine weitere Studie, die auf Vitamin-D-Defizite bei Schwangeren aufmerksam macht:
Profound Vitamin D Deficiency in a Diverse Group of Women during Pregnancy Living in a Sun-Rich Environment at Latitude 32◦N
Stuart A. Hamilton, Rebecca McNeil, Bruce W. Hollis, Deborah J. Davis, Joyce Winkler, Carolina Cook, Gloria Warner, Betty Bivens, Patrick McShane, and Carol L. Wagner
International Journal of Endocrinology Volume 2010, Article ID 917428, 10 pages doi:10.1155/2010/917428
Weiterführende Infos u.a. beim Kopp-Verlag, viele basierend auf Meldungen und Berichten von Mike Adams, www.naturalnews.com
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/mike-adams/neue-bahnbrechende-forschungsergebnisse-8-ie-des-wunder-vitamins-d-taeglich-sind-notwendig-u.html





