Vitamin D und Nahrungsmittel

Vitamin D Nahrungsmittel

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin D enthalten?

Von einem Mangel sprechen die meisten Experten bei Blutwerten unter 40 ng/ml, manche auch erst bei 30 ng/ml. Dieser Mangel bedeutet ein erhöhtes Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten, denn etliche Funktionen im Körper finden dann keine optimalen Voraussetzungen mehr vor. In der Folge kommt es zu Fehlfunktionen und nach einem längeren Defizit zu Multi-Systemerkrankungen.

Eigentlich ist das beste Lebensmittel für die Vitamin D-Versorgung das Sonnenlicht. Es ist ja im eigentlichen Sinn kein Vitamin, das über die Nahrung zugeführt werden muss. Es ist hingegen ein Prohormon, das in den Hautzellen gebildet wird, wenn die UV-Bestrahlung der Sonne auf die nackte Haut fällt.

Weniger als 5% des benötigten Vitamin D stammen aus Nahrungsmitteln. Wie aus der Tabelle zu Nahrungsmitteln hervorgeht, enthalten nur wenige Nahrungsmittel signifikante Mengen. Dabei ist auch noch zu berücksichtigen, dass die pflanzlichen Nahrungsmittel nur Vitamin D2 enthalten. Eine Ausnahme bilden hier einige Pilze, die als Nahrungsmittel mit Vitamin D bezeichnet werden können.


Versorgung im Laufe der Evolution

Die Menschen haben im Rahmen ihrer Entwicklung immer neue Lebensräume auf der Erde erschlossen, indem sie die Pigmentierung und Helligkeit ihrer Haut der Sonneneinstrahlung angepasst haben. Wenn sie in Sonnenlicht-ärmere Gebiete vorgestoßen sind, hat sich ihre Haut aufgehellt und ist damit empfindlicher für die UV-B Strahlung der Sonne geworden. Das Prinzip, das Sonnenlicht als Vitamin D-Lebensmittel zu nutzen, ist im Organismus immer gleich wichtig geblieben.
Eine Ausnahme bilden die Eskimos, die sich in der Evolution an einen Sonnenlicht-armen Lebensraum angepasst haben. Sie sind darauf angewiesen, ihren Bedarf über die Nahrung zu decken. Folgerichtig nehmen sie über die Nahrungsmittel Vitamin D auf, indem sie Fische, Fischleber und Lebertran zu sich nehmen. Diese tierischen Produkte sind echte Vitamin D-Nahrungsmittel, sind allerdings auch sehr kalorienreich.


Nehmen Vegetarier und Veganer Vitamin D über die Nahrung auf?

Eine weitere (moderne) Ausnahme bilden strikte Vegetarier und Veganer, die in gewisser Weise doppelt betroffen sind. Einerseits leiden sie wie alle anderen Menschen unter der modernen Lebensweise mit wenig Sonnenlicht, die zu einem Mangel führt, indem sie z.B. in geschlossenen Räumen wohnen und arbeiten. Andererseits fehlt der vegetarischen Ernährung das beim Menschen physiologisch vorkommende Vitamin D3. Das in Pflanzen vorkommende Vitamin D2, auch Ergocalciferol genannt, ist deutlich weniger wirksam. Den Vegetariern fehlt völlig ein Vitamin D3 Lebensmittel. Eine Lösung für strikte Vegetarier und Veganer könnte die Einnahme von veganem Vitamin D3 sein, das aus Pilzen gewonnen wird.

Haben Lebensmittel für die Versorgung eine große Bedeutung?

Insgesamt muss festgehalten werden, dass es hochdosierte Nahrung nicht gibt, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Das Thema Vitamin D-Lebensmittel haben wir in der angefügten Tabelle übersichtlich aufbereitet.

Die Versorgung mit Vitamin D3 aus der Nahrung ist sehr gering. Es macht sicherlich Sinn, auf Vitamin D-Nahrung zu achten, aber diese Vitamin D3 Mengen sind in Mitteleuropa, USA und Asien auf keinen Fall ausreichend. Von daher leiden sehr viele Menschen auf der Nordhalbkugel unter einem Defizit. Die damit verbundenen Gesundheitsrisiken sind gravierend: Zum Glück müssen wir uns damit aber nicht abfinden.

Wie stark der Mangel ausgeprägt ist, kann über einen Bluttest zuverlässig bestimmt werden. Abhängig vom Testergebnis kann durch regelmäßige, maßvolle Sonnenbäder und durch Nahrungsergänzungen ein Mangel behoben und ein optimaler Wert erreicht werden.

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