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Vitamin D3 (Cholecalciferol) – Einfach lebensnotwendig

Vitamin D3

Was ist Vitamin D3?

Vitamin D3, auch Cholecalciferol, Colecalciferol oder kurz Calciol genannt, ist ein Hormon, das alle Wirbeltiere und damit auch alle Menschen im Körper haben. Wenn ultraviolette Strahlung (UV-B) des Sonnenlichts auf die nackte Haut auftrifft, wird aus 7-Dehydrocholesterol mithilfe der Keratinozyten der Epidermis das Provitamin D gebildet. Dieses wird anschließend von den Hautzellen zu Cholecalciferol umgewandelt. Es hat im Körper die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt.
Ausführliche Infos zur Biochemie und Funktion von Vitamin D3 finden Sie in den Dokumenten, Büchern und Weblinks unter dem Menüpunkt Informationen.

Wie äußert sich ein Vitamin D3-Mangel?

Ein Vitamin D3-Mangel (engl. vitamin deficiency) ist ein weitverbreitetes Gesundheitsrisiko und wird mittlerweile als eigene Krankheit beschrieben. Vitamin D-Rezeptoren kommen in fast allen Körpergeweben vor. Daher ist es logisch, dass viele Körperfunktionen nachlassen oder nicht mehr ordnungsgemäß ablaufen, wenn ein Defizit vorhanden ist.

Erste Vitamin D3-Mangel-Symptome können sich als Müdigkeit, Lustlosigkeit oder in Schlafstörungen äußern. Andere Symptome sind eine hohe Infektanfälligkeit oder Gelenkschmerzen. Mit dem Mangel wird eine Reihe von Krankheiten in Zusammenhang gebracht: von der rheumatoiden Arthritis über Rachitis, Osteoporose bis hin zu Depressionen und Epilepsie. Nach einer Expertenkalkulation wird ein Vitamin D-Mangel für mindestens 18.300 Todesfälle in Deutschland verantwortlich gemacht. (Dermato Endocrinology 2009, Vol 1,6 S.301 – 307)

Blutwerte zwischen 40-60 ng/ml (=100-150 nMol/L) gelten als ausreichend. Bei Blutwerten darunter spricht man von einem Vitamin D-Mangel. In Deutschland sind Blutspiegel von unter 20 ng/ml und sogar unter 10 ng/ml die Regel, weil allein schon die Sonneneinstrahlung aufgrund der geografischen Lage zehn Monate des Jahres unzureichend ist.

Welche Präparate gibt es?

Vitamin D3-Produkte gibt es als niedrig dosierte (100-400 IE) oder als hochdosierte (ab 1.000 IE) Präparate. Der Umrechnungsfaktor von mcg (= μg = Mikrogramm) zu IE (Internationale Einheiten) ist 40. Eine Kapsel mit 50 μg enthält also 2.000 IE Cholecalciferol.

Vitamin D3 (Cholecalciferol) gibt es in verschiedenen Darreichungsformen, die gebräuchlichsten sind Tabletten, Tropfen, Kapseln und Softgels.

  • Tabletten sind in der Produktion am billigsten. Sie haben aber den Nachteil, dass zu ihrer Herstellung Binde- und Füllmaterialien benötigt werden, die häufig in Form von künstlichen Hilfsstoffen eingesetzt werden.
  • Softgels sind die stabilste Darreichungsform, da das Vitamin dort am sichersten vor Oxidation und anderen Umwelteinflüssen geschützt wird. Es wird jedoch eine Trägersubstanz in Form eines Öls im Inneren des Softgels benötigt.
  • Tropfen sind dann besonders geeignet, wenn man preisgünstig und einfach hohe Dosierungen verabreichen will oder z.B. in ein Glas Saft mischen will.
  • Kapseln sind die sauberste und reinste Darreichungsform. Für empfindliche Menschen und Allergiker sind Kapseln die beste Lösung, da sie auf Trägersubstanzen, Hilfs- und Konservierungsstoffe negativ reagieren könnten. Kapseln sind jedoch in der Produktion aufwendiger als die anderen Darreichungsformen und daher im Preis etwas höher.

Bei Vitamin D3-Präparaten gibt es – wie bei allen anderen Vitalstoffen – einen unregulierten, internationalen Markt. Je nach Produktqualität existieren dabei Preisunterschiede mit dem Faktor 10 und mehr. Bekannte Marken, die nach pharmazeutischem Standard produzieren, sind auf jeden Fall sicherer und verlässlicher als Billigprodukte. Der Kunde sollte immer darauf achten, dass alle Inhaltsstoffe des Produktes deklariert sind.

Wann spricht man von einer Vitamin D3-Überdosierung?

Der Wissenschaftler Michael F. Holick definiert in seinem Buch The Vitamin D-Solution eine Überdosierung. Sie liegt dann vor, wenn der Blutwert über 150 ng/ml ansteigt und gleichzeitig auch der Calcium-Gehalt im Blut ansteigt. Dann können als Nebenwirkungen der Überdosierung Übelkeit, Brechreiz, Appetitverlust, Verstopfungen, Durstgefühl, häufiges Wasserlassen, Depressionen und Gewichtsverlust auftreten.
Holick hat aber auch untersucht, wie eine Überdosierung entstehen kann. Das Ergebnis zeigt, dass man fünf Monate lang bis zu 10.000 IE täglich einnehmen kann, ohne dass eine Überdosierung festzustellen ist.